U18 schafft im hochklassigen Krimi den Einzug ins Pokalfinale

von Christian Stade

Im ersten Viertel war unsere Mannschaft scheinbar noch gehemmt durch die Anzahl der Zuschauer. Wir spielten zwar in der Defensive sehr gut, doch im Angriff lief es überhaupt nicht rund. Lediglich zwei Feldkörbe konnten wir verbuchen und die restlichen Punkte kamen von der Freiwurflinie. Da die Bochumer am Ende auch gut von der Dreierlinie waren, führten sie auch mit 10:20. Auch in den ersten Minuten des zweiten Viertels war das Bild identisch. Die Dreierlinie war der Erfolgsgarant für die Bochumer und wir spielten offensiv weiterhin zu statisch und hatten auch teilweise etwas Pech im Abschluss. Als dann der erste eigene Dreier den Weg ins Ziel fand, platzte ein bisschen der Knoten und wir schafften eine kurze Trendwende. Doch zur Pause wuchs der Rückstand auf 28:45 an und wir waren weit weg von dem großen Traum vom Finale.

Die Halbzeitansprache sorgte für Beruhigung und Besonnenheit sowie den Glauben an die eigene Stärke. Eine kleine aber feine Umstellung in der Defensive sorgte für mehr Kompaktheit und deutlich mehr Druck auf die Schützen der Gäste. So blieben die Erfolge aus und wir sicherten uns deutlich mehr Rebounds. Hinzu kam der völlig gewandelte Angriff. Plötzlich waren wir richtig im Flow und erzielten einen Korb nach dem anderen. Die Zuschauer peitschten uns immer weiter an und wir steigerten uns von Angriff zu Angriff. ein 13:0 Lauf innerhalb vier Minuten brachte uns auf 40:47 heran und wir waren wieder im Schlagdistanz. Jeder Angriff war hochkonzentriert und effektiv. Als kurz vor Ende des dritten Viertel der Ausgleich erzielt wurde, flog buchstäblich die Decke von der Halle. Spätestens ab jetzt wurde es ein richtiger Fight und Krimi. Beide Teams spielten mit einer enormen Geschwindigkeit und Leidenschaft. Endlich fielen auch zu den richtigen Zeitpunkten unsere Dreier und sorgten sogar für eine 77:67 Führung drei Minuten vor Spielende. Doch wer dachte das Spiel in gelaufen, hat die vorherigen 37 Minuten nicht aufgepasst. Die Gäste konnten sich noch einmal herankämpfen und es wurde wenige Sekunden vor Schluss stand es 80:77. Die Gäste mussten einen Dreier treffen, um sich in die Verlängerung zu retten. Wir versuchten die Chancen zu verhindern und hatte bis zur letzten Sekunde diesen Job extrem gut gemacht. Dann kam es zu einem Ausball, der leider gegen uns gewertet wurde. Eine Sekunde noch zu spielen und der Ball kam tatsächlich zum Shooter, der mit Catch-and-Shoot das wilde Ding versenkte. Also ging es in die Verlängerung.

Auch hier wurde alles geboten. Die Bochumer hatten das erste Momentum auf ihrer Seite und gingen mit 81:85 in Führung. Es schien so, dass wir das Spiel aus der Hand geben würde. Doch das Spiel ist erst vorbei, wenn die Uhr abgelaufen ist und der Ball nicht mehr in der Luft ist. Diesmal mussten wir den Druck der letzten Sekunden standhalten und über die Freiwurflinie drei Punkte aufholen für die Verlängerung. Dies wurde von Jonas sehr gut gemacht und es ging in eine zweite Verlängerung. Wirklich alle Spieler gingen an ihre Grenzen und mussten nun weitere fünf Minuten über diese Grenzen hinaus gehen. Die Stimmung in der Halle war phänomenal und es konnte kaum ein Zuschauer auf dem Sitz bleiben. Ab jetzt ist es eine reine Willensache und jeder Angriff kann die Entscheidung bringen. Als wir dann wieder eine Minute vor Schluss mit 90:89 führten hatten wir an der Freiwurflinie die Chance alles klar zu machen. Doch wir ließen vier der sechs möglichen Punkte liegen. Wie in der regulären Spielzeit hatten wir acht Sekunden vor Ende einen 92:89 Vorsprung und Bochum musste einen Dreier für die erneute Verlängerung erzielen. Während des tatsächlich letzten Wurfes der Bochumer in der letzten Sekunde war die gesamte Halle in einer Stimmung zwischen Hoffen und einen bitte nicht schon wieder ein Buzzerbeater kassieren. Der Wurf fand dieses Mal aber nicht den Weg in den Korb und wir konnten das Spiel für uns entscheiden. Die Halle explodierte nun buchstäblich und feierte diesen Wahnsinnserfolg.

Morgen treffen wir um 14:30Uhr auf die Regionalligamannschaft der Paderborn Baskets, wo wir erneut als Underdog den Traum weiter träumen dürfen.

Es spielten: Apo Petsas (15), Jonas Raab (29), Aryon Kosta, Elvin Krupic (5), Vincent Bur (17), Nikita Kashchenko (13), Timo Mengede, Charles Kreihsler, Emilijus Dziugas, Daniel Adzor, Alexander Ignatov (13)

Zurück

Newsfeed

Die aktuellen News und Spielberichte der Weseler-TV 1860 Basketballabteilung gibt es auch als Newsfeed!

News/Spielberichte: RSS 2.0 / Atom

Viel Spaß beim Lesen!

< März 2026 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
            1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31          

U18 schafft im hochklassigen Krimi den Einzug ins Pokalfinale

von Christian Stade

Im ersten Viertel war unsere Mannschaft scheinbar noch gehemmt durch die Anzahl der Zuschauer. Wir spielten zwar in der Defensive sehr gut, doch im Angriff lief es überhaupt nicht rund. Lediglich zwei Feldkörbe konnten wir verbuchen und die restlichen Punkte kamen von der Freiwurflinie. Da die Bochumer am Ende auch gut von der Dreierlinie waren, führten sie auch mit 10:20. Auch in den ersten Minuten des zweiten Viertels war das Bild identisch. Die Dreierlinie war der Erfolgsgarant für die Bochumer und wir spielten offensiv weiterhin zu statisch und hatten auch teilweise etwas Pech im Abschluss. Als dann der erste eigene Dreier den Weg ins Ziel fand, platzte ein bisschen der Knoten und wir schafften eine kurze Trendwende. Doch zur Pause wuchs der Rückstand auf 28:45 an und wir waren weit weg von dem großen Traum vom Finale.

Die Halbzeitansprache sorgte für Beruhigung und Besonnenheit sowie den Glauben an die eigene Stärke. Eine kleine aber feine Umstellung in der Defensive sorgte für mehr Kompaktheit und deutlich mehr Druck auf die Schützen der Gäste. So blieben die Erfolge aus und wir sicherten uns deutlich mehr Rebounds. Hinzu kam der völlig gewandelte Angriff. Plötzlich waren wir richtig im Flow und erzielten einen Korb nach dem anderen. Die Zuschauer peitschten uns immer weiter an und wir steigerten uns von Angriff zu Angriff. ein 13:0 Lauf innerhalb vier Minuten brachte uns auf 40:47 heran und wir waren wieder im Schlagdistanz. Jeder Angriff war hochkonzentriert und effektiv. Als kurz vor Ende des dritten Viertel der Ausgleich erzielt wurde, flog buchstäblich die Decke von der Halle. Spätestens ab jetzt wurde es ein richtiger Fight und Krimi. Beide Teams spielten mit einer enormen Geschwindigkeit und Leidenschaft. Endlich fielen auch zu den richtigen Zeitpunkten unsere Dreier und sorgten sogar für eine 77:67 Führung drei Minuten vor Spielende. Doch wer dachte das Spiel in gelaufen, hat die vorherigen 37 Minuten nicht aufgepasst. Die Gäste konnten sich noch einmal herankämpfen und es wurde wenige Sekunden vor Schluss stand es 80:77. Die Gäste mussten einen Dreier treffen, um sich in die Verlängerung zu retten. Wir versuchten die Chancen zu verhindern und hatte bis zur letzten Sekunde diesen Job extrem gut gemacht. Dann kam es zu einem Ausball, der leider gegen uns gewertet wurde. Eine Sekunde noch zu spielen und der Ball kam tatsächlich zum Shooter, der mit Catch-and-Shoot das wilde Ding versenkte. Also ging es in die Verlängerung.

Auch hier wurde alles geboten. Die Bochumer hatten das erste Momentum auf ihrer Seite und gingen mit 81:85 in Führung. Es schien so, dass wir das Spiel aus der Hand geben würde. Doch das Spiel ist erst vorbei, wenn die Uhr abgelaufen ist und der Ball nicht mehr in der Luft ist. Diesmal mussten wir den Druck der letzten Sekunden standhalten und über die Freiwurflinie drei Punkte aufholen für die Verlängerung. Dies wurde von Jonas sehr gut gemacht und es ging in eine zweite Verlängerung. Wirklich alle Spieler gingen an ihre Grenzen und mussten nun weitere fünf Minuten über diese Grenzen hinaus gehen. Die Stimmung in der Halle war phänomenal und es konnte kaum ein Zuschauer auf dem Sitz bleiben. Ab jetzt ist es eine reine Willensache und jeder Angriff kann die Entscheidung bringen. Als wir dann wieder eine Minute vor Schluss mit 90:89 führten hatten wir an der Freiwurflinie die Chance alles klar zu machen. Doch wir ließen vier der sechs möglichen Punkte liegen. Wie in der regulären Spielzeit hatten wir acht Sekunden vor Ende einen 92:89 Vorsprung und Bochum musste einen Dreier für die erneute Verlängerung erzielen. Während des tatsächlich letzten Wurfes der Bochumer in der letzten Sekunde war die gesamte Halle in einer Stimmung zwischen Hoffen und einen bitte nicht schon wieder ein Buzzerbeater kassieren. Der Wurf fand dieses Mal aber nicht den Weg in den Korb und wir konnten das Spiel für uns entscheiden. Die Halle explodierte nun buchstäblich und feierte diesen Wahnsinnserfolg.

Morgen treffen wir um 14:30Uhr auf die Regionalligamannschaft der Paderborn Baskets, wo wir erneut als Underdog den Traum weiter träumen dürfen.

Es spielten: Apo Petsas (15), Jonas Raab (29), Aryon Kosta, Elvin Krupic (5), Vincent Bur (17), Nikita Kashchenko (13), Timo Mengede, Charles Kreihsler, Emilijus Dziugas, Daniel Adzor, Alexander Ignatov (13)

Zurück

^